Kempo im Koshinkan

Das Erbe im Herzen, die Zukunft im Blick!

Tradition trifft Moderne

Durch den Wechsel der offiziellen Stilrichtung eröffneten sich viele neue Wege für unseren Verein!


Bis Anfang 2026 hat unser Verein reines "Shaolin Kempo Karate" praktiziert. Durch den Übergang zum "Koshinkan" sind wir in der Lage, die Stilrichtung in die Zukunft zu führen.

Wir behalten die Tradition im Kihon bei und nehmen den Aspekt der Anwendung der Techniken bereits von Beginn an ins Programm auf. Zudem geben wir den Karatekas die Möglichkeit ihre "Partnertechniken" anzupassen, damit sie für jeden persönlich funktionieren.

Egal ob groß/klein, jung/alt oder leicht/schwer nun hat kann jeder die für sich passenden Techniken erlernen und sie praxisorientiert umsetzen.

Allgemeine Informationen

  • Karate

    Ursprung und Philosophie

    Karate ist ein Kampfsport, dessen Ursprünge bis etwa zum Jahr 500 n. Chr. zurückreichen. Chinesische Mönche, die keine Waffen tragen durften, entwickelten aus gymnastischen Übungen im Laufe der Zeit eine spezielle Kampfkunst zur Selbstverteidigung. 

    Diese Kampfkunst galt auch als Weg der Selbstfindung und Selbsterfahrung. Als Sport ist Karate relativ jung: Erst Anfang des vergangenen Jahrhunderts entstand in Japan aus der traditionellen Kampfkunst ein Kampfsport mit eigenem Regelwerk.

    Auch heute noch spiegelt sich im Karate-Do die fernöstliche Philosophie wider. Übersetzt bedeutet "Karate-Do" so viel wie "der Weg der leeren Hand". Im wörtlichen Sinne heißt das: Der Karateka (Karatekämpfer) ist waffenlos, seine Hand ist leer. Das "Kara" (leer) ist aber auch ein ethischer Anspruch. Danach soll der Karateka sein Inneres von negativen Gedanken und Gefühlen befreien, um bei allem, was ihm begegnet, angemessen handeln zu können.

    Im Training und im Wettkampf wird dieser hohe ethische Anspruch konkret: Nicht Sieg oder Niederlage sind das eigentliche Ziel, sondern die Entwicklung und Entfaltung der eigenen Persönlichkeit durch Selbstbeherrschung und äußerste Konzentration. Die Achtung vor dem Gegner steht an oberster Stelle.


    Sport für Körper und Geist

    Im Training und Wettkampf werden Fuß- und Fauststöße vor dem Auftreten abgestoppt. Voraussetzung dafür ist Selbstdisziplin, Verantwortungsbewusstsein gegenüber dem Partner und natürlich eine gute Körperbeherrschung, die im Kihon (Grundschule) systematisch aufgebaut wird. 

    Aufgrund seiner vielseitigen Anforderungen an Körper und Geist ist Karate ideal als Ausgleich zu den Anforderungen des Alltags: Der Karateka trainiert Kraft, Ausdauer, Schnelligkeit und Beweglichkeit. Das macht fit! Mit Entspannungstechniken, Atemübungen und Meditation steigert er seine Konzentrationsfähigkeit und schult die eigene Körperwahrnehmung.


    Moderne und wirksame Selbstverteidigung

    Viele Karateka üben ihren Sport aus, um sich im Notfall selbst verteidigen zu können. Und tatsächlich ist Karate eine wirksame und praktikable Verteidigungsart. Kraft und körperliche Statur spielen in der Karate-Selbstverteidigung nur eine untergeordnete Rolle. Wichtiger sind Schnelligkeit, Geschicklichkeit und Gelassenheit. 

    Nur wer bei einem Angriff nicht in Panik gerät, kann sich sinnvoll verteidigen. Deshalb vermitteln spezielle Lehrgänge neben technischen Fertigkeiten auch die psychologischen Komponenten der Selbstbehauptung und Selbstverteidigung. Diese Aspekte machen Karate-Selbstverteidigung insbesondere für Frauen und Mädchen interessant.


    Ein Sport für alle

    Ob Ausgleichssport, allgemeine Fitness oder Selbstverteidigung: Karate eröffnet allen Altersgruppen und Interessenlagen ein breites sportliches Betätigungsfeld. Karate ist nicht nur interessant für Jung und Alt. Durch die Vielseitigkeit fördert Karate Gesundheit und Wohlbefinden. Auch deshalb haben sich viele junge und ältere Menschen für diesen Sport entschieden. 

    In den meisten Vereinen gibt es Anfängerkurse, die den Einstieg leicht machen: Stufe um Stufe wachsen Geschicklichkeit und Leistungsvermögen. Die farbigen Gürtel der Budo-Sportarten sind dabei Hilfe und Ansporn.


    Wettkampf und Tradition

    Im Karate werden grundsätzlich zwei Wettkampf-Disziplinen unterschieden: Beim "Kumite" (Freikampf) stehen sich zwei Karateka auf einer Kampffläche gegenüber und versuchen, Stoß-, Schlag- und Tritt-Techniken anzubringen. Die Kriterien sind so gehalten, dass Verletzungen der Kampf-Partner ausgeschlossen sind: Wer sich nicht daranhält, wird disqualifiziert!

    Die Disziplin "Kata" ist eine Abfolge genau festgelegter Angriffs- und Abwehr-Techniken gegen mehrere imaginäre Gegner, die sich aus verschiedenen Richtungen nähern. Man unterscheidet rund 50 verschiedene Katas, deren Ästhetik im Einklang von Kampfgeist, Dynamik und Rhythmik liegt. Manche Kata wurde über Jahrhunderte von Generation zu Generation weitergegeben und ist Zeuge der Tradition des Karate.

    Jedem Vereinsmitglied ist die Teilnahme an Wettkämpfen und Turnieren freigestellt – ob im Kumite oder in der Kata, das entscheidet jeder selbst!

  • Kempo

    Geschichte

    Shaolin Kempo, wie es in Deutschland und den Niederlanden praktiziert wird, wurde von den Niederländern Carl Faulhaber und Gerad Karel Meijers (auch Dschero Khan) begründet. Es ist eng verwandt mit dem Kung Fu und stellt hier eine Stilrichtung neben vielen anderen dar, die sich im Laufe der Jahrhunderte entwickelt haben. 

    Der 1928 in der Mongolei geborene Dschero Khan Chen Tao entwickelte Shaolin Kempo in einer durch den zweiten japanisch-chinesischen Krieg geprägten Zeit. Dschero Khan Chen Tao soll durch Aufenthalte während der Kinder- und Jugendjahre in verschiedenen Klöstern Kontakt zu chinesischen Kampfkünsten gehabt haben. Der japanische Einfluss entstand durch Begegnungen mit Kampfkunstexperten wie Yamaguchi Gogen (Gōjū-Ryū-Karate) sowie Doshin So (Shorinji-Kempo). Nach seiner Emigration in die Niederlande im Jahre 1956 nahm Khan Chen Tao den Namen Gerard Karel Meijers an. 

    1962 gründete er seine erste private Kampfkunst-Schule. Von diesem Zeitpunkt an verbreitete sich Shaolin Kempo zunächst in den Niederlanden und ab 1967 auch in Deutschland.


    Bedeutung des Namens

    Die Bezeichnung "Shaolin" soll in Anlehnung auf den nordchinesischen Kampfstil Chuan Su und in Bezug auf die in den dortigen Provinzen synonym gebräuchliche, buddhistische Bezeichnung für den so genannten "harten Stil" gewählt worden sein. 

    Die Bezeichnung "Kempo" sollte den starken 'Einfluss der philosophischen und meditativen Aspekte verschiedener Karatesysteme ausdrücken, insbesondere des japanischen Kempo.

    Die Bezeichung "Karate" stammt aus der japanischen Sprache und bedeutet so viel wie "leer" (Kara) und "Hand" (Te), also "leere Hand".


    Drachenstil und Shaolin Kempo

    Die ursprünglichen Elemente des chinesischen Drachenstils sind in der heutigen Form des Shaolin Kempo nicht mehr in der Vielzahl vorhanden, um von einem klassischen Drachenstil zu sprechen. Wohlgleich wird der chinesische Drache im Shaolin Kempo symbolisch für Kraft, Gewandtheit und Weisheit geführt.


    Übungspraxis

    In der Übungspraxis des Shaolin Kempo kommen Tritte, Schläge, Stöße sowie einfache Hebel- und Wurftechniken zum Einsatz. Diese werden in Form von Kata (Sifat) und Kumite geübt, zudem finden auch Formen des freien Übens statt. Ein weiterer wichtiger Trainingsinhalt des Shaolin Kempo ist die Selbstverteidigung. Während bei Anfängern auf eine sinnvolle, effektive und situationsentsprechende Auswahl von einfachen Selbstverteidigungstechniken Wert gelegt wird, ist eine Ausgewogenheit zwischen Hebel, Wurf-, Faust- und Fußtechniken von Fortgeschrittenen gefordert.

    Ziel des Trainings ist das harmonische Wechselspiel von geistigen und körperlichen Aspekten. Zugleich erhalten die Übenden die Möglichkeit, einige ihrer eigenen Grenzen auszuloten.

    Darüber hinaus soll Shaolin Kempo als Kampfkunst einen Beitrag zur geistigen Entwicklung des Menschen leisten. Das heißt, es sollen Fähigkeiten wie Verantwortung, eine positive Einstellung zum Leben und anderen Menschen gegenüber oder Offenheit und Ehrlichkeit gelernt werden.


    Graduierungen

    Wie in vielen Kampfkünsten werden auch im Shaolin Kempo Gürtelgrade vergeben. Es wird zwischen den Schülergraden (Kyu) und den Meistergraden (Dan) unterschieden, jeder dieser Stufen ist eine Gürtelfarbe zugeordnet. Es werden neun Kyu-Grade und neun Dan-Grade verliehen, jeder Schüler beginnt als Weißgurt (10. Kyu).

    Für eine Schülergradprüfung müssen die Sportler sich drei Monate vorbereiten, auf die Prüfung zu den Braungurten (3.-1. Kyu) sogar 4 Monate. Dan-Grade werden bis zum 5. Dan geprüft, höhere Grade werden verliehen. Die Vorbereitungszeit liegt hier zwischen einem und sechs Jahren. Bei Dan-Prüfungen wird jeweils neben einer Reihe von Vorbereitungslehrgängen auch die Teilnahme an einem Erste-Hilfe-Lehrgang gefordert.

  • Koshinkan

    Was ist Koshinkan Karate ?

     Koshinkan Karate ist eine konsequente Fortführung der traditionellen Karate-Stilrichtungen hin zu einem zeitgemäßen, praxis -  & zukunftsorientierten Karate. Wir trainieren, unterrichten und prüfen das gesamte Spektrum (die vier Säulen) des Karate: Grundschule (Kihon), Kampf (Kumite), Selbstverteidigung und Kata (mit Bunkai).

     Dabei legen wir schon von Beginn an  Wert auf ein flexibles, praxisorientiertes Partnertraining. Die Basis des Koshinkan kann jede traditionelle Stilrichtung sein - es werden grundsätzlich alle im DKV erworbenen Graduierungen anerkannt.


    Erkennungskriterien der Stilrichtung:

    Die Mitglieder der Stilrichtung „Koshinkan“ machen je nach ihrer Herkunft/Basis (Shotokan-, Wado-Ryu, Goju-Ryu, Shito-Ryu…) Grundtechniken und Kata. Deshalb ist die Frage von Außenstehenden und Interessierten verständlich:

    „Wie soll das dann eine eigene Stilrichtung sein?“

    Die Antwort: „Nicht die Techniken und Katas sind anders, sondern der Stil in dem hier Karate unterrichtet und betrieben wird!

    Im Koshinkan-Karate wird die ganze Bandbreite unserer Kampfkunst unterrichtet und geprüft. Ziel ist die Weiterentwicklung mithilfe eines durchdachten und schlüssigen Gesamtkonzepts zu einem praxis- und zukunftsorientierten KARATE.

    Schon in den Grundtechniken wird Wert auf vielseitige und anwendungsorientierte Ausführungen und Kombinationen gelegt. Das Besondere ist auch, dass mit der Rahmenprüfungsordnung des Koshinkan jeder Trainer / Meister seine Konzepte und Vorstellungen in seinem Dojo verwirklichen kann.

    Auf den regelmäßig veranstalteten Weiterbildungslehrgängen der Stilrichtung Koshinkan erhalten die Trainer / Meister zusätzlich immer wieder neue Anregungen. Auch der Aspekt der Selbstverteidigung ist ein fester Bestandteil unseres Unterrichts– und Prüfungskonzepts.

    Dieses Gesamtkonzept, das die Verwirklichung individueller Vorstellungen in einem vorgegebenen Rahmen ermöglicht, begründet den Anspruch, hier tatsächlich von einer eigenen Stilrichtung zu sprechen

     Koshinkan bietet hingegen ein vielseitiges Ausbildungs- und Rahmenprüfungssystem, das von jedem Trainer mit individuellen methodischen Wegen umgesetzt werden kann.

     

    Kihon- (Grundschul-) Training ist zur Förderung von Kraft, Schnelligkeit und Dynamik unzweifelhaft erforderlich -  der Koshinkan-Karateka bewegt sich schon im Grundschultraining, nicht wie in den traditionellen Stilrichtungen, nur vor- und rückwärts, sondern flexibel in alle Richtungen. Angriffstechniken werden hierbei überwiegend vorwärts, Abwehrtechniken rück- und seitwärts trainiert. Die Abwehr wird fast ausnahmslos mit nachfolgenden Konter- und Angriffstechniken kombiniert. Koshinkan- Karate ist eine Kampfkunst zur Selbstverteidigung und ein vielseitiges Wettkampf - und Breitensporttraining. Dieser Verpflichtung werden wir auch mit dem Prüfungsprogramm gerecht. Die Gürtelprüfung soll dabei ein schöner Nebeneffekt sein und selbstverständlich auch optimal zum weiteren Training motivieren.

     

    Das Prüfungsprogramm besteht aus einem Basis- und/ oder einem Dojo internen Programm. Es bezieht sich zu einem großen Teil auf Selbstverteidigung und anwendbare Angriffs- und Abwehrkombinationen. Diese Techniken werden sowohl in der Koshinkan-Form / Kihon, als auch im  Kumite (Partnerkampf) gezeigt. Dieses gesamte Prüfungsprogramm erfordert kaum eine spezielle Prüfungsvorbereitung, denn es geht einher mit dem praxisorientierten Karatetraining. Die Prüfer des Koshinkan-Karate betrachten dieses Prüfungsprogramm als „Rahmenprüfungsprogramm“, aus denen dem Prüfling entsprechende Aufgaben unter Berücksichtigung seines Alters, seiner motorischen Fähigkeiten und weiterer Aspekte gestellt werden. Das erfordert eine gute Ausbildung der Prüfer, was eines der Ziele des Koshinkan-Karate ist.


    Weitere Ziele sind:

    - Objektivere Wertungskriterien im Wettkampf (gibt es in anderen Kampfsportarten schon)

    - Altersgerechte Trainingsmethodik (jung/alt)

    - Transparente Kriterien für die Zulassung und Durchführung von Prüfungen

    - Respektvoller Umgang miteinander

Kempo im Koshinkan?


Die Tradition bleibt erhalten, jedoch ist das Training praxisorientierter.

Die Wurzeln, die uns gegeben wurden, nutzen wir, um die Stilrichtung in die Zukunft zu führen.

"Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit!"

  • Unsere Vorteile

    Weiterbildung deutschlandweit möglich

    Es finden ständig Lehrgänge im Bereich „Koshinkan“ statt. Hier findet ein reger Austausch zwischen den Vereinen statt und alle können sich weiterbilden. Somit können wir euch in der Zukunft mehr Lehrgänge anbieten und die Lücken schließen, die oft zwischen den Turnieren und unseren „Standard-Lehrgängen“ entstehen.


    Gegenseitige Hilfe durch „Koshinkan“-Vereine in Baden-Württemberg

    „Jeder hilft jedem!“ Das durften unsere Trainer schon in Gammertingen erleben. Hier trainieren verschiedene Vereine zusammen und bringen sich somit gegenseitig weiter. Es ist ein riesiges Wissen vorhanden, welches auch gerne weitergegeben wird. Zudem besteht die Möglichkeit (auf Anfrage), Trainer aus „Koshinkan“-Vereinen zu uns zu holen, damit sie bei uns eine Trainingseinheit abhalten.


    Training der Trainer wöchentlich möglich

    Unsere Trainer haben die Möglichkeit in Gammertingen die Einheiten zu besuchen, damit sie für euch besser werden. Wenn die Trainer immer nur Training geben und nichts für sich machen, tritt Stagnation ein. Mit diesem Schritt können wir dagegenwirken, damit ihr weiterhin von guten Trainern profitieren könnt.


    Erlernen von Katas anderer Stile und damit die Startmöglichkeiten auf Wettkämpfen im Bereich Kata

    Bisher waren wir, was das Thema Wettkämpfe betrifft, sehr eingeschränkt. Ihr konntet nur im Kumite starten und wer nicht kämpfen möchte, der konnte hier auch nicht wachsen. Mit dieser Aussicht können wir ein neues Kapitel bei den Wettkämpfen aufschlagen. Nach und nach werden wir die Katas lernen, die auch anerkannt sind und damit könnt ihr dann auch starten. 

  • Prüfungsprogramm

    Kihon & Kihon-Kumite

    Ihr zeigt eure Grundschule in Kombinationen selbstständig. Zuerst lauft ihr euer Programm allein und dann zeigt ihr die gelaufenen Techniken in Anwendung mit eurem Partner.


    Sifat & Kata

    Ihr benötigt für die Prüfung euren neusten Sifat (Kempo) und eure neuste Kata (Koshinkan). Falls ihr auf der Kippe steht, müsst ihr in der Lage sein, einen Sifat oder eine Kata zeigen zu können, welche euch auf einen niederen Gürtel beigebracht wurde.


    Bunkai

    Ihr zeigt eure Kata in Anwendung mit eurem Partner. Dies dient dazu, dass ihr auch versteht, was in den jeweiligen Katas warum gemacht wird. Es werden euch immer mehrere Optionen vorgegeben und ihr sucht euch dann die Techniken aus, die zu euren körperlichen Gegebenheiten am besten passen.


    Kumite

    Es werden zunächst einfache Techniken gezeigt. Mit steigendem Gurtniveau wird es dann komplexer, bis hin zum Freikampf (Jiyu-Kumite).


    Selbstverteidigung

    Ist jetzt bereits im „Kempo“-Prüfungsprogramm enthalten und somit nichts neues für euch. Hier geht es vor allem um Techniken gegen Griffe und Festhalten.

  • Was entfällt aus dem Prüfungsprogramm?

    Vorführen der „Basis“

    Diese wird ersetzt durch die Kombinationen, die ihr im Kihon zeigt.


    Vorführen des Kihons auf Zuruf des Prüfers

    Ein stumpfes Auswendiglernen der Namen entfällt somit. Jedoch ist es von großem Vorteil sowohl für euch wie auch für die Trainer, wenn ihr die Namen könnt. Daher solltet ihr sie trotzdem lernen.


    „Kempo-Partnertechniken“

    Diese werden ersetzt durch das Kihon-Kumite. Ihr zeigt Techniken am Partner, allerdings von Prüfung zu Prüfung andere.


    Alle Sifats zeigen müssen

    Ihr müsst nur noch den neusten Sifat zeigen. Wenn dieser jedoch nicht zum Bestehen genügt, wird ebenfalls ein „älterer“ verlangt. Also trainiert am besten weiterhin alle.


    Messer- / Stockabwehr

    Entfallen aus dem Prüfungsprogramm. Messerabwehr streichen wir komplett, da hierdurch eine Sicherheit vermittelt wird, die es nicht gibt. Stockabwehr werden wir zwischendurch gerne im Training anbieten.


    Tai Chok / Tai Chok Bo / Tai Chok Tonfa

    Entfallen aus dem Prüfungsprogramm. Zwischendurch können wir diese Inhalte gerne im Training anbieten.


    Theoretische Prüfung / schriftliche Ausarbeitung

    Nicht notwendig. Wir trainieren Karate und möchten keine Doktorarbeit darüber schreiben


    Trainerausbildung / Erste-Hilfe-Lehrgang / Führungszeugnis etc.

    Nicht notwendig. Wenn jemand Interesse unterstützen wir natürlich gerne bei der Qualifikation, jedoch ist dies für die Gürtelprüfung irrelevant

  • Was hat sich geändert?

    Unser Karate wird praxisorientierter (es muss funktionieren)

    Einige der "Kempo-Partnertechniken" ergaben keinen Sinn. Entweder, da zu viel ohne Kontrolle des Gegners ablief (bspw. kein Kontakt zu angreifendem Arm) oder die Technik durch verschiedene körperliche Gegebenheiten nicht funktionierten (bspw. Arm im Weg, da Partner zu groß und Technik zum Kopf nicht möglich). 


    Erlernen neuer Katas

    Es entsteht die Möglichkeit die Katas anderer Stilrichtungen zu erlernen. Ob diese aus dem Shotokan, Goyu-Ryu, etc. kommen, spielt hierbei keine Rolle. Dies ermöglicht einen Blick über den Tellerrand.


    Anspruchsvolle Techniken auf höhere Gürtelgrade verschoben

    Bspw. Ushiro-Geri wird erst in der Mittelstufe gelehrt und nicht bereits mit Weißgelb-Gurt. Somit könnt ihr an den Techniken wachsen, ohne direkt am Anfang frustriert zu sein.


    Andere Techniken werden früher gelehrt

    In den Sifats kommen oft Techniken vor, die ihr im Kihon noch nicht habt. Dies wurde geändernt, damit alles parallel läuft und einen roten Faden erhält


    Anpassung einiger Kihon-Namen

    Damit es bei Lehrgängen und auch im Training nicht zu Unstimmigkeiten oder Verwechslungen kommt, mussten wir ein paar Namen ändern. 


    Prüfungsinhalte sind variabel

    Ihr könnt euer Prüfungsprogramm selbst beeinflussen. Falls es auch zu einfach vorkommt, dürft ihr gerne anspruchsvollere Techniken einbauen. Falls ihr eine höhere Kata laufen wollt, dürft ihr das auch. In die andere Richtung funktioniert dies auch mit Einschränkungen. Wenn ihr aus körperlichen Gegebenheiten nicht in der Lage seid, die Techniken im Kihon & Kihon-Kumite auszuführen, dürfen diese angepasst werden.

    Hierbei muss der Prüfer die Änderungen immer akzeptieren. Also sprecht euch vorher mit ihm ab, ob die Änderungen (egal in welche Richtung) akzeptiert werden.

  • Wir sind noch die selben!

    Was ist und bleibt gleich?


    Unser Verein / unser Name / unser Logo

    Hier hat sich nichts geändert! Wir sind ein eigenständiger Verein mit dem Namen „Kempo Karate Sigmaringen e.V.“. Auch unser Logo bleibt unberührt. Wir nutzen zusätzlich das Logo der Stilrichtung „Koshinkan“, um die Verbundenheit auszudrücken.


    Unser Mindset

    Wir bleiben dieselben. Sowohl als Trainer, wie auch in der Gemeinschaft hat sich nichts geändert. Das sind genau die Sachen, die uns als Verein ausmachen. Es gibt denselben Zug im Training und ihr werdet weiter zu eurer Bestleistung angetrieben. Eine andere Stilrichtung bedeutet nicht, dass wir uns als Personen ändern!


    Unsere Sifats

    Die bleiben unantastbar! So wie sie sind, bleiben sie und hier wird auch nichts verändert. Sie sind das Herzstück unseres „Kempo“.


    Unsere Zählweise und Aussprache

    Wir zählen weiterhin so wie bisher. Außerhalb unseres Trainings werden wir die andere Zählweise kennenlernen, davon bleiben unsere „Kempo“-Trainer jedoch unberührt. Auch an der Aussprache unserer Techniken wurde nichts verändert. So wurde es uns weitergegeben und das behalten wir bei.